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Wuben - A21 Apollo

Wuben - A21 Apollo

Neu sind bei yonc.ch Taschenlampen von Wuben im Sortiment. Eine Marke, die ich bisher nicht kannte, obwohl sie angeblich bereits seit 1981 existiert. Das gilt allerdings nur für den Hersteller der Taschenlampen, Shenzhen ShengQi Lightning Technology. Den Markennamen Wuben gibt es erst seit 2016. Doch wichtig ist bei einem Hersteller nicht die Firmengeschichte, sondern die Qualität der Produkte. Ich durfte die A21 Apollo von Wuben ausführlich testen. Ob sie meinen Ansprüchen genügt und was sie mit dem Tesla Model 3 gemeinsam hat, erzähle ich dir in diesem Review.

Unboxing

Auf den ersten Blick macht die A21 einen sehr guten Eindruck. Sie wird in einer stabilen Kartonschachtel geliefert, welche mit einem Magneten verschlossen ist. Neben dem Bild der Taschenlampe sind auf der Vorderseite die vier Hauptmerkmale aufgelistet. Die A21 liefert maximal 4200 Lumen, lässt sich stufenlos einstellen, kann über USB Typ C geladen werden und als Akku kommt ein 21700er zum Einsatz. Auf der Rückseite sind weitere technische Informationen zur Lampe abgedruckt.

Im Innern liegt die A21 in Schaumstoff gebettet. Der Akku ist bereits in der Lampe eingesetzt. Daneben befindet sich eine Box, in welcher das Zubehör verstaut ist. Folgende Dinge befinden sich im Lieferumfang:

  • A21 Apollo
  • 21700er Akku (4800mAh)
  • USB Typ C Ladekabel
  • Holster
  • Trageschlaufe
  • 18650 auf 21700 Adapter
  • 2x O-Ringe
  • Bedienungsanleitung

Schon beim Zubehör merkt man, dass Wuben sich einige Gedanken gemacht hat. Die Trageschlauf ist, ähnlich wie bei Olight, mit einem Draht versehen. Damit lässt sie sich viel einfacher einfädeln. Der Adapter für 18650er Akkus ist ebenfalls sehr praktisch. Da die Apollo A21 einen bisher nicht weit verbreiteten 21700er Akku verwendet. Wer von anderen Lampen noch Akkus besitzt, kann diese somit auch mit der neuen A21 verwenden. Und auch der Holster besitzt eine nützliche Zusatzfunktion. Neben dem Hauptfach für die Taschenlampe gibt es ein kleineres Fach für einen zusätzlichen Akku. Ist man länger unterwegs, kann man so ganz bequem einen Zweitakku mitnehmen. Einziger Nachteil: Der Akku ist nicht geschützt. Bei Regen oder sportlichen Aktivitäten würde ich diesen lieber in einem wasserdichten und stabilen Behälter mitführen.

Das Zubehör von Wuben konnte mich bereits überzeugen. Doch wie sieht es mit der Lampe selbst aus?

Verarbeitung

Auch die Verarbeitung der A21 überzeugt. Das Aluminium ist sauber verarbeitet und gleichmässig eloxiert. Die Gummiabdeckung des USB Anschlusses passt gut und schliesst dicht ab. Der Schalter hat einen angenehmen Druckpunkt und ist gleichmässig blau hinterleuchtet. Am Ende der Lampe befindet sich ein Deckel um den Akku zu wechseln. Das Gewinde ist nur sehr wenig gefettet, hier hätte Wuben grosszügiger schmieren können. Im Innern des Deckels befinden sich gleich zwei ineinaderliegende, vergoldete Federn.

Gemäss einigen Videos und einem Bild auf der Homepage von Wuben, befindet sich auf Höhe des gelben Ringes noch ein zweites Gewinde, mit dem sich der Kopf der A21 abschrauben lässt. Ich habe alles probiert, um meine A21 aufzuschrauben. Doch auch mit Hilfe von mehreren Bekannten habe ich es nicht geschafft, die A21 an dieser Stelle zu öffnen. Möglicherweise hat Wuben das Gewinde verklebt. Der gelbe Ring ist phosphoreszierend. Er leuchtet also im Dunkeln nach, wie man es auch teilweise von Uhren kennt.

Die LED, eine XHP70 von Cree, sitzt perfekt zentriert in der Mitte des Reflektors. Der Clip, welcher sich auch entfernen lässt, ist stabil, allerdings steht er leicht schräg zum Gehäuse der Taschenlampe. Das stört mich aber nicht, da ich sowieso bei keiner meiner Taschenlampen den Clip verwende. Die Krone wurde aus Edelstahl gefertigt.

Bedienung

Eine Taschenlampe sollte sich meiner Meinung nach durch ein kurzes Drücken ein- und ausschalten lassen. Doch leider hat sich Wuben, gleich wie auch Klarus und einige andere Hersteller, für eine andere Art der Bedienung entschieden. Das Einschalten funktioniert wie von mir gewünscht. Zum Ausschalten muss der Schalter allerdings für längere Zeit gedrückt werden. Das ist aus meiner Sicht nicht intuitiv und es passiert mir immer wieder, dass ich die ganze Umgebung hell erleuchte, obwohl ich die Taschenlampe eigentlich ausschalten wollte. Durch kurzes drücken im eingeschalteten Zustand wird nämlich zwischen den verschiedenen Helligkeitsstufen gewechselt. Davon hat die A21 übrigens fünf verschiedene, von 5 bis 4200 Lumen. Gut gefällt mir die Tatsache, dass es sich bei keiner der Helligkeitsstufen um einen speziellen Modus handelt. Alle Stufen können beim normalen Durschalten erreicht werden. Selbst bei 4200 Lumen soll der Akku laut Wuben für 2 Stunden Betriebsdauer reichen. Die niedrigste Stufe ist mit denselben Kameraeinstellungen wie bei 4200 Lumen schon gar nicht mehr zu erkennen. Sie ist beim Campen aber ideal, wenn man seine schlafenden Bettnachbarn nicht wecken möchte.

Es gibt aber doch noch eine Lösung, um die A21 durch kurzes Drücken auszuschalten. Sie muss einfach mit einem Doppelklick eingeschaltet werden. Dann befindet sie sich im stufenlosen Modus. In diesem kann die Helligkeit durch Drücken und Halten stufenlos eingestellt werden. Die A21 wird dabei immer heller, bis sie die maximalen 4200 Lumen erreicht hat. Ist das Maximum erreicht, blinkt sie einmal, danach beginnt sie die Helligkeit wieder zu reduzieren. Zu jedem Zeitpunkt kann der Schalter losgelassen werden. Somit wird die aktuelle Helligkeit gespeichert.

Akku

Zum Schluss noch zu der Sache mit dem Model 3 von Tesla. Die Apollo A21 verwendet die gleichen Akkus wie auch das Model 3. Ich bezweifle, dass die Akkus von Tesla stammen. Es handelt sich aber um genau dieselbe Grösse wie sie auch in Elektroautos verwendet wird. Der Akku hat einen Durchmesser von 21 mm und ist 700 mm lang. Daraus ergibt sich auch die Bezeichnung 21700. Damit liegt er irgendwo zwischen einem 18650er und einem 26650er Akku. Die Kapazität ist deutlich höher wie bei einem 18650er und übertrifft sogar den 26650er aus der Olight R50. Ich sehe ein grosses Potential in dieser Akkugrösse. Es ergibt einen angenehmen Formfaktor der Taschenlampe und eine deutlich längere Laufzeit wie bei den bisher weit verbreiteten 18650er Akkus. Und da der Akku nicht nur für Taschenlampen sondern auch für Elektroautos eingesetzt wird, werden sie sich in den nächsten Jahren wohl noch deutlich weiterentwickeln.

Wie bereits erwähnt kann der Akku direkt in der Lampe über USB Typ C geladen werden. Auch hier denkt Wuben zukunftssicher und verwendet einen aktuellen Ladestecker. Dieser ist hinter einer Abdeckung aus Gummi vor Staub und Wasser geschützt. Während dem Ladevorgang leuchtet der Schalter rot. Sobald der Akku voll ist, wechselt das Licht auf Blau.

Fazit

Mit der ersten Taschenlampe, die ich von Wuben in den Händen hielt, hat mich die Marke überzeugt. Die Verarbeitung liegt auf gleich hohem Niveau wie auch bei anderen grossen Herstellern wie zum Beispiel Olight, Fenix und Nitecore. Obwohl ich die Bedienung nicht optimal finde, so ist sie dank der stufenlosen Einstellmöglichkeit innovativ. Nicht innovativ aber dennoch auf aktuellstem Stand der Technik sind der Akku und die Lademöglichkeit. Abgerundet wird das ganze durch kleine Details wie den phosphoreszierenden Ring und den beleuchteten Schalter. Diese liebe zum Detail zeigt sich auch im Zubehör. Schlussendlich sind es genau diese Details, welche die A21 Apollo von der Konkurrenz abheben und zu einem guten Produkt machen. Ich bin gespannt, was Wuben in den nächsten Jahren noch vorstellen wird.

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